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Kehje Sewen - neues Auswilderungsgebiet für Orang-Utans

 

   

Die BOS Foundation hat im Jahr 2009 eine Nutzungs-konzession für den Regenwald Kehje Sewen (vormals Hutan Lestari) erworben.

Bei dem neuen Projekt Kehje Sewen („Orang-Utan-Wald“ in der Dayak-Sprache), früheres Rodungsgebiet des Holzkonzerns "Mugitriman", handelt es sich um ein 86.000 Hektar (860 km2) großes, teils bergiges Gebiet in Ost-Kalimantan/Borneo.

Rund 20.000 Hektar (200 km2) dieses Gebiets bestehen aus Primärwald, der bisher nicht durch Abholzung in seiner Zusammensetzung beeinträchtigt wurde.


Wie jedes größere Waldgebiet ist auch Kehje Sewen für die CO2-Bilanz und den Wasserhaushalt in der Atmosphäre bedeutsam und sein Erhalt für den Klimaschutz und die biologische Vielfalt relevant.

 

Kehje Sewen eignet sich als Lebensraum für etwa 130 Orang-Utans.

 

Ziel des Projektes ist die Ansiedlung einer reproduktionsfähigen Gruppe von Orang-Utans. Das Gebiet ist zur Auswilderung gut geeignet, da es durch Gebirgszüge und Flüsse geographisch begrenzt ist und somit das Risiko eines Konflikts mit anderen in Ost-Kalimantan lebenden Orang-Utan-Populationen gering ist.

 

 

 

Am 19.11.2009 fand im indonesischen Forst-ministerium in Jakarta die offizielle Übergabe der ersten Waldnutzungskonzession für den Orang-Utan-Schutz statt. Auch Vertreter von BOS Deutschland nahmen an der offiziellen Zeremonie vor Ort teil.

 

Signe Preuschoft (Vier Pfoten),  Boris Thiemig (BOS Deutschland), Prof. Bungaran Saragih, Ir. Djamaludin Suryohadikusumo (BOS Foundation) und Vertreter der Provinzregierung Ost-Kalimantan

 

Der Erwerb einer derartigen Nutzungskonzession vom indonesischen Staat ist rechtlich nur für Unternehmen möglich. Daher hat die BOS Foundation eine Firma gegründet (PT Restorasi Habitat Orangutan Indonesia, RHOI), die für BOS die Konzession halten wird und einen detaillierten mittelfristigen Entwicklungsplan für das Gebiet vorgelegt hat.

Die Chance für diesen innovativen Schritt ergab sich aus dem Orang-Utan-Aktionsplan der indonesischen Regierung, der vorsieht, bis 2017 alle zur Rehabilita-
tion geeigneten Orang-Utans auszuwildern. Dafür müssen dann natürlich auch geeignete Gebiete zur Verfügung stehen.


Profil der Firma PT RHOI (ca. 7MB)